David gegen Goliath
- Januar 10th Januar 2012
- vonPhantom
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Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Diese Weisheit stammt zwar eigentlich aus dem Fußball, doch warum sollte sie nicht auch zum Floorball passen? Das dachten sich zumindest die United Lakers aus Konstanz, die am letzten Sonntag in der zweiten Runde des Floorball Deutschland Pokals mit den MFBC Löwen Leipzig den aktuellen Bundesliga-Dritten zu Gast hatten. Die Rollenverteilung in diesem Spiel war also klar.
Vor zahlreichen Zuschauern begann das Spiel dann aber anders als erwartet. Bereits nach 30 Sekunden konnte Thomas Kocherhans sein Team mit einem schönen Distanzschuss aus halbrechter Position in Führung bringen. 1:0 für die Lakers. Die Leipziger brauchten danach einige Minuten, um zu ihrem Spiel zu finden, auch weil Konstanz hinten stark verteidigte. In der Folge zeigte sich dann aber die Klasse der Gäste. So nutzten sie eine kurze Schwächephase der Gastgeber und verwandelten den 0:1 Rückstand in ein komfortables 4:1. Die Lakers zeigten sich geschockt von diesem Zwischenspurt, erholten sich jedoch gegen Ende des Drittels wieder und konnten durch Christian Gabele sogar noch einmal auf 2:4 verkürzen.
Das zweite Drittel begann wie das Erste: mit einem frühen Tor – diesmal allerdings auf der anderen Seite. 2:5. Wieder bewiesen die Hausherren Moral und kamen durch ihren Topscorer Kai Schulze noch einmal auf 3:5 heran. Im weiteren Verlauf des Drittels wurde der Druck der Leipziger jedoch immer stärker und so musste der Konstanzer Goalie bis zur Sirene noch weitere fünf Mal hinter sich greifen. Mit dem Zwischenstand von 3:10 ging es in die Kabine.
Auch wenn das Spiel natürlich bereits entschieden war, betrieben beide Teams auch im letzten Drittel weiterhin großartige Werbung für ihren Sport, zeigten vollen Einsatz und bewiesen ihren Torhunger. Dabei gelangen den Gastgebern noch weitere zwei Treffer, denen deren vier von Leipzig gegenüberstanden. Am Ende hieß es also 14:5 für die Gäste.
Trotz des letzten Endes deutlichen Ergebnisses zeigten die United Lakers über die gesamte Spielzeit eine engagierte und beherzte Leistung. Auch wenn es nicht zur erhofften Überraschung reichte, konnte man sich gegen einen starken Gegner gut verkaufen. Und gegen den Bundesliga-Dritten darf man dann auch mal verlieren.

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